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Home Office: Was es bringt und warum es kaum jemand macht

Home Office: Was es bringt und warum es kaum jemand macht

Ein kurzer Blick auf den Trend der flexiblen Arbeitzeiten

Home Office ist für manche Menschen ein Traum: von zu Hause aus arbeiten, in ruhiger, gewohnter Atmosphäre und mit flexiblen Arbeitszeiten. In der Praxis bieten immer mehr Arbeitgeber Home Office an, um auf den Wunsch der Mitarbeiter zu reagieren. Aber was bringt das Arbeitsmodell und welche Bedeutung hat es wirklich? Wir haben ein wenig nachgeforscht.

 

Flexible Arbeitszeiten sind immer ein aktuelles Thema“, sagt Gesa von CoreMedia aus Hamburg. Sie hat sich wissenschaftlich mit dem Thema Home Office auseinandergesetzt und in ihrer Masterarbeit ein IT-Unternehmen mit 60 Mitarbeitern analysiert. Ihre Fallstudie untersuchte, ob die Heimarbeit von Mitarbeitern gefordert und eingesetzt wird und ob es für Arbeitgeber sinnvoll ist, die Zeiten fest zu regeln. „Home Office ist insofern wichtig, weil es Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert“, erklärt sie. Und Flexibilität sei wichtig: mal zum Arzt gehen, ein Päckchen abholen, sich um sein Kind kümmern und eben je nach Bedarf agieren zu können.

 

„Das Spannende ist, dass viele Mitarbeiter gesagt haben: Ab und zu mal im Home Office zu arbeiten ist super, aber regelmäßig möchte ich das nicht, denn dann fehlt mir das Team“, beschreibt Gesa ihre Ergebnisse. Die Befragten meinten, sie könnten durch die räumliche Trennung von den Kollegen schlechter arbeiten, Fragen nicht klären und säßen dann viel länger an Problemen. Schon ein fester Home Office Tag in der Woche wäre ihnen zu viel.

 

Eine feste, allgemeine Regel zu finden, wie Unternehmen das Arbeitsmodell organisieren können, ist deshalb kaum möglich, sagt Gesa: „Das ist sehr schwierig und war auch in dem Umfeld meiner Studie gar nicht gewünscht. Es ging vielmehr darum, dass Home Office nach Bedarf geklärt wird, Flexibilität ermöglicht und nicht etwa regelmäßig ist.“ Die einzelnen Fälle sind zu unterschiedlich und müssen individuell betrachtet werden.

 

Obwohl Gesas Fallstudie wegen der kleinen Datenmenge nicht repräsentativ ist, weist sie doch auf einen Trend hin. Denn die Nachfrage bei drei anderen Unternehmen ergibt: Auch Monday Consulting, Spreadshirt und United Experts bieten Home Office an, aber keiner arbeitet wirklich von zu Hause aus.

 

Flexibilität im Job ist vielen wichtig

 

Flexible Arbeitszeitmodelle spielen dennoch eine entscheidende Rolle. „Alle meinten, sie würden keinen Job aussuchen, in dem sie keine Flexibilität hätten“, fasst Gesa zusammen. „IT ist immer ein anspruchsvolles Feld, die Leute machen das gern und gehen mit ihrem Herzblut darin auf. Aber wenn man nicht mal kurz die Mittagspause verlängern kann, ist das keine Option.“

 

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass immer weniger Menschen von zu Hause aus arbeiten: Zwischen 2008 und 2012 ist die Zahl der Arbeitnehmer, die „hauptsächlich“ in den eigenen vier Wänden arbeiteten, um 144 000 gesunken und die Zahl derer, die „manchmal“ das Heimbüro nutzen, sogar um 402 000. Insgesamt heißt das, lediglich 7,7 % der Arbeitnehmer arbeiteten im Home Office. Diese Zahlen stammen aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes für die Welt am Sonntag.

 

Zusammengefasst könnte man also das Fazit ziehen: Gute Arbeitgeber bieten flexible Arbeitsmodelle an und lassen dann dem Mitarbeiter die freie Wahl, ob und wie er sie nutzen möchte.

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