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Homeoffice – Freund oder Feind?

Homeoffice – Freund oder Feind?

Aufruf zur Unterstützung: Mit dem Forschungsprojekt Homeoffice wirft der Lehrstuhl für Psychologie im Arbeitsleben der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen einen aufklärenden Blick auf aktuelle Arbeitsumgebungen - und ihr könnt dabei helfen.


Wir von feelgood@work wollen den Lehrstuhl für Psychologie im Arbeitsleben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unterstützen, um die Arbeitsumgebung Homeoffice näher zu erforschen.

Und wer Lust hat, dabei zu helfen, findet am Ende dieses Artikels weitere Details zur Teilnahme. Die Neugierigen klicken hier.

Was die Wissenschaft ansonsten zu Homeoffice sagt, könnt ihr nun in folgendem Beitrag lesen.
 

Wozu Homeoffice erforschen?

Heute gehen bereits 51%aller Angestellten Ihrem Beruf zumindest gelegentlich von Zuhause aus nach – und das Interesse an der Thematik wächst stetig. So ist es auch, auf Grund dieser wachsenden Bedeutsamkeit und Anwendung, zu einem zentralen Punkt des wissenschaftlichen Interesses geworden. Es stellen sich viele Fragen, wie das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus am besten gestaltet und verbessert werden sollte.

  • Welche Vorteile bringt mir Heimarbeit?
  • Fördert diese wirklich meine Work-Life Balance oder
  • habe ich dadurch nur noch mehr Stress?
  • Muss ich mit Nachteilen rechnen, weil ich im Büro weniger präsent bin?
  • Was muss ich als Arbeitnehmer beachten, damit die Arbeit zuhause gelingt und es mir dabei gut geht?
  • Und welche wissenschaftlichen Fakten kann ich in Verhandlungen mit meinem Arbeitgeber diesbezüglich anbringen?


Was sagt die Wissenschaft dazu?

Kurz gesagt: Jede Menge! Das Arbeiten von Zuhause aus bringt einige Vorteile mit sich und scheint die Kombination aus Arbeit, Privatleben und Familie zu erleichtern. Andererseits ist nicht alles Gold was glänzt – Heimarbeit kann durchaus auch negative Auswirkungen haben!

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Mehrwert von Homeoffice tatsächlich in einer größeren Eigenständigkeit und Flexibilität sowie einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Job liegt. Arbeitnehmer sind im Homeoffice zufriedener, leistungsstärker und produktiver. Außerdem entfällt bei vielen Berufstätigen das kosten- und zeitaufwendige Pendeln zum Arbeitsplatz und zurück.

Weiterhin wissen wir bereits, dass ein geringerer Zeitverlust, ein besseres Zeitmanagement und weniger Unterbrechungen durch Kollegen zu einer besseren Lebensqualität führen. Gleichzeitig fühlen sich im Homeoffice Arbeitende dem Arbeitgeber sogar stärker verpflichtet und kündigen weniger oft. Und auch Menschen mit einer Behinderung oder anderen Einschränkungen profitieren von Heimarbeit und finden mit dieser einen deutlich leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt.

Doch Homeoffice kann durchaus negative Aspekte haben. So konnte gezeigt werden, dass Heimarbeit auch von Unterbrechungen durchzogen ist: Selbst wenn keine Kinder im Haus sind, wird man durch Besucher, Nachbarn oder Dienstleister wie Post- und Paketboten aus seinem Arbeitsfluss gerissen.

Außerdem fehlt beim Arbeiten zuhause in der Regel die feste Struktur, die im Büro meist vorgegeben ist – stattdessen muss man sich im Homeoffice den Arbeitsalltag selbst gründlich strukturieren, was nicht jeder Arbeitnehmer so ohne weiteres schafft.

Man ist außerdem weniger präsent im Arbeitsalltag und wird eventuell weniger gefördert und befördert!

Mentoring, informelles Lernen und Netzwerken sind unter Umständen beeinträchtigt, was wesentlich zu einem Benachteiligungseffekt beitragen kann. Und dann besteht da auch noch die Gefahr, dass eine klare Trennlinie zwischen Arbeit und Privatleben durch das Homeoffice zumindest gelegentlich verschwindet.

Es werden unter Umständen viele unbezahlte Überstunden aufgebaut, da das Arbeiten zu ungewöhnlichen Zeiten im Homeoffice möglich wird – eine eindeutige Grenzziehung zwischen Arbeit und Privatleben wird so herausfordernder.
 

Wie geht es also weiter mit Homeoffice?

In den letzten Jahren wird ein Rückgang der Heimarbeit in der Praxis festgestellt. Immer weniger Arbeitnehmer scheinen die Möglichkeit zu haben, von Zuhause aus arbeiten zu können. Gleichzeitig zeigen Umfragen jedoch immer wieder, dass teilweise über 70% der Arbeitnehmer gerne mindestens einige Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten würden.

Andrea Nahles, aktuelle Arbeitsministerin im Bundestag, will im Zuge ihrer Reformen flexibleres Arbeiten fördern und Homeoffice per Gesetz verstärkt und flächendeckend in den Arbeitsalltag integrieren.

Bald schon könnten Arbeitnehmer sich den Herausforderungen und den Chancen, die durch noch flexiblere Arbeitsplätze entstehen können, gegenüberstehen sehen. Eine Mischung aus Heimarbeit und klassischer Büropräsenz, wie sie bereits aktuell häufig praktiziert wird, könnte eine optimale Lösung darstellen.

Das Forschungsprojekt Homeoffice des Lehrstuhls für Psychologie im Arbeitsleben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg setzt genau an dieser aktuellen Realität an:

  • Was müssen Sie als Arbeitnehmer beachten, wenn Sie an manchen Tagen im Büro, an anderen wiederum Zuhause arbeiten?
  • Welche Schwierigkeiten treten auf und wie gehen Sie mit diesen um?

Das Konzept „Homeoffice“ bringt viele Vorteile mit sich, für die es wert ist, dieses flexible Arbeitsmodell weiter zu integrieren und zu verbessern. Hierfür müssen gleichzeitig aber auch mögliche Risiken genauer betrachtet werden, um ein klares Bild der Chancen und Herausforderungen dieser Arbeitsform – und vor allem der häufig angewendeten Mischformen – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schaffen.

Nur so können solide und zielführende Handlungsempfehlungen, die wissenschaftlich fundiert sind, gegeben werden, sodass flexible Arbeitsmodelle sich auch in Zukunft großer Beliebtheit erfreuen.
 

In 4 Schritten zur Teilnahme

Um an der Studie teilzunehmen, müsst ihr ein paar Voraussetzungen erfüllen. Welche das sind, lest ihr hier.

1. Teilnehmen könnt ihr, wenn…

…ihr mindestens 20 Wochenstunden arbeitet und dabei regelmäßig ganze Tage im Homeoffice sowie im Büro verbringt.
 

2. Ablauf

Alles wird komplett anonym und bequem online ausgefüllt. Die Teilnahme setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

1. Eingangsfragebogen – ca. 20-30 Minuten Bearbeitungszeit

2. Tageserhebung – In einer von euch gewählten Woche (Mo-Fr) bearbeitet ihr täglich zwei    

Mini-Fragebögen (max. 5 Minuten, jeweils mittags und abends)

3. Und was bekommt ihr dafür?

  • Ihr leistet mit eurer Teilnahme einen kleinen Beitrag für ein besseres Arbeiten im 21. Jahrhundert! 
  • Außerdem bekommt ihr bei Interesse die zentralen Ergebnissen der Studie zugeschickt.
  • Als weiteres Dankeschön gibt es ein Gewinnspiel: 5 Buchgutscheine im Wert von jeweils 50€ werden verlost!

4. Los geht's:

Ganz simpel und unbürokratisch: Einfach Email-Adresse über das Formular abschicken. Alles weitere wird euch direkt im Anschluss vom Lehrstuhl zugeschickt.

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