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Vertrauensarbeitszeit bei KMS: Mehr Freiheit und Flexibilität

Vertrauensarbeitszeit bei KMS: Mehr Freiheit und Flexibilität

Das Arbeitszeit-Modell des Kölner Unternehmens im Praxis-Check

Seit fünf Jahren gibt es beim KMS Medienservice in Köln die Vertrauensarbeitszeit – und das flexible Arbeitszeitmodell hat sich bewährt. Wie damit in der Praxis gearbeitet wird, was die Mitarbeiter davon halten und welche Rolle die Unternehmenskultur dabei spielt, hat uns Erika Kafitz von KMS erklärt.

 

Vertrauensarbeitszeit fokussiert auf die Eigenverantwortung und Selbst-Organisation der Mitarbeiter im Unternehmen. Das bedeutet: Der Arbeitgeber vertraut seinen Angestellten, dass diese ihre Aufgaben erfüllen und kontrolliert die Arbeitszeiten nicht. „Die Vertrauensarbeitszeit gibt den Mitarbeitern mehr Freiräume“, sagt Erika Kafitz, Leiterin Personal und Finanzen bei KMS Medienservice. „Durch dieses Modell kann man auch private Termine wahrnehmen und muss zum Beispiel für einen Arzttermin nicht direkt Urlaub nehmen.“ Außerdem habe jeder einen anderen Biorhythmus, auf den damit mehr Rücksicht genommen werde. „Einige Kollegen bleiben zum Beispiel abends gern länger, weil es dann im Büro ruhiger ist und sie sich besser konzentrieren können.“

 

Organisiert ist die Vertrauensarbeitszeit bei KMS durch Kernarbeitszeiten, zu denen das Team im Büro sein muss: von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Um diese Zeitfenster können sich die Mitarbeiter selbst einteilen, wann sie kommen bzw. gehen wollen. Das Team organisiert sich selbstständig und spricht sich ab, wer wann da ist, damit die Abteilung nicht unbesetzt bleibt. Und auch die Arbeitszeiten notiert jeder selbst, um den Überblick zu behalten. Denn auch wenn es bei der Vertrauensarbeitszeit darum geht, dass die Aufgaben erledigt werden und die Zeit nicht kontrolliert wird, bedeutet das nicht, dass man den Stift fallen lassen kann, sobald die Pflicht erfüllt ist: Generell gelten bei der Regelung die Arbeitszeiten, die im Vertrag festgelegt wurden. Das heißt auch, dass Überstunden ganz normal abgebaut werden. „Aber bei uns bauen eigentlich nur wenige Mitarbeiter Überstunden auf“, meint Erika Kafitz.

 

Bei den KMS-Mitarbeitern kommt das Modell gut an, sagt sie: „Es ist nicht schlimm, wenn man sich mal verspätet, weil man noch etwas erledigen muss. Und man kann auch problemlos sein Kind in den Kindergarten bringen.“ Wann das Team kommt und geht, habe sich in den letzten Jahren immer mal wieder geändert. „Als das Modell 2009 eingeführt wurde, kamen die Meisten erst kurz vor 9 Uhr ins Büro und blieben abends gern länger.“ Heute sind viele Mitarbeiter gegen 8 Uhr da, einige schon um 7 Uhr. Der Vertrieb kommt später, auch deshalb, weil es wenig Sinn hat, am frühen morgen schon Kunden anzurufen. „Dafür ist es nachmittags und am frühen Abend relativ leer im Büro.“

 

Die Vertrauensarbeitszeit hat viel mit Entscheidungsfreiheit zu tun – etwas, das die Mitarbeiter bei KMS schätzen. „Die Leute fühlen sich wohl, weil sie mit Menschen zusammenarbeiten, mit denen sie sich gut verstehen“, sagt Erika Kafitz. „Und die Unternehmenskultur entsteht ja durch die Menschen in den Teams.“ KMS lege Wert auf diese Freiheiten, auf flache Hierarchien und offene Gespräche. „Als die Vertrauensarbeitszeit damals eingeführt wurde, hat sich das Betriebsklima dadurch verbessert“, sagt Erika Kafitz. „Ich finde diese Regelung gut, weil sie im Gegensatz zu starren Arbeitszeiten besser zu uns und unserer Unternehmenskultur und unserer Arbeitsweise passt.“

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