Der feelgood@work Blog

Der richtige Umgang mit Arbeitsunterbrechungen

Der richtige Umgang mit Arbeitsunterbrechungen

Drei Tipps, um Gesundheit und Wohlfühlen im Job zu erhalten

Jeder kennt das: Man ist gerade mitten in einer schwierigen Aufgabe, da reißt der Kollege die Tür auf oder das Telefon klingelt. Der Gedanke ist weg und der Arbeitsfluss unterbrochen. Um später wieder dort weiter zu machen, braucht es viel Zeit und Mühe. Laut Wissenschaft können sich Arbeitsunterbrechungen auf Gesundheit und Wohlbefinden im Job auswirken – besonders dann, wenn sie häufig passieren und Mitarbeiter nicht wissen, mit welcher Strategie sie dagegen vorgehen können. Wir zeigen dir drei Möglichkeiten, wie du mit Unterbrechungen fertig werden kannst, ohne dass sie dich belasten.

 

Arbeitsunterbrechungen gehören zum Berufsleben dazu. Trotzdem können sie psychisch belasten, gerade dann, wenn sie als Herausforderung wahrgenommen werden. Wenn Angestellte schwierige Aufgaben erledigen müssen und dabei häufig unterbrochen werden, nervt das – besonders dann, wenn man sich stark konzentrieren muss.

 

Fehlen die Möglichkeiten, das Problem zu beheben, kann sich diese Situation gesundheitlich auswirken. Immer wieder neu ansetzen zu müssen oder Halbfertiges auf dem Schreibtisch liegen zu haben, erzeugt negative Gefühle und der Körper reagiert mit erhöhtem Puls. So entsteht Stress. Wenn er dauerhaft ist, kann er zu Nervosität, Schlafstörungen und sogar Magen-Darmproblemen führen. Das gilt es natürlich zu verhindern.

 

Ein allgemeingültiges „Rezept“ für den Umgang mit Unterbrechungen gibt es nicht. Wie sehr sie einen Menschen belasten, hängt von der eigenen Arbeitsweise und dem individuellen Umgang ab. Auch die Situation spielt eine Rolle, ob und welche Entscheidungsmöglichkeiten es gibt. Wichtig ist, dass man sich nicht dem Gefühl hingibt, der Unterbrechung ausgesetzt zu sein, sondern sich bewusst macht, dass man sie aktiv gestalten kann.

 

Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

 

1. Notizen machen und die Aufgabe möglichst schnell wieder aufnehmen

 

Einige Unterbrechungen lassen sich nicht vermeiden. Trotzdem ist es problematisch, später wieder zur alten Aufgabe zurückzukehren. Was hier hilft ist, sich sofort bei der Unterbrechung Notizen auf einem Zettel zu machen: Was muss ich noch machen? Wo stehe ich gerade? Welche Teilaufgabe wollte ich erledigen?

 

Durch diese Technik entlastest du deinen Kopf, denn du musst nicht darüber nachdenken, was du noch tun musst – es ist sicher auf dem Zettel notiert. Der Notizblock sollte deshalb immer in der Nähe liegen. Deine Notizen sollten möglichst einfach formuliert sein, z. B. durch Schlüsselwörter. Wichtig ist, dass du für gleiche Sachverhalte immer die gleichen Abkürzungen verwendest.

 

Ein Tipp: Nach der Unterbrechung solltest du so schnell wie möglich zur ursprünglichen Aufgabe zurückkehren. Je mehr Zeit verstreicht, desto schwieriger wird dir die Wiederaufnahme fallen.

 

2. Prioritäten setzen und den richtigen Zeitpunkt erkennen

 

Nicht jede Unterbrechung ist ein Notfall. Du solltest die Prioritäten abwägen und überlegen, ob der Aufwand sich wirklich lohnt oder ob es nicht mehr „kostet“, hinterher wieder in deine Aufgabe hineinzukommen. Es ist immer besser, erst eine Aufgabe zu beenden und sich dann erst einer neuen zuzuwenden. Du kannst auch solange weiterarbeiten, bis du an einen Etappenpunkt kommst, an dem eine Unterbrechung leichter möglich ist.

 

In den meisten Situationen gibt es Entscheidungsspielräume. Du bist der Experte für deinen Arbeitsstil und für dein Fachgebiet, also kannst du auch entscheiden, dass es jetzt mehr Sinn macht, weiterzuarbeiten. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Unterbrechung: Wird er gut gewählt, dann ist es später leichter, die Aufgabe fortzuführen und die Belastung fällt geringer aus.

 

3. Aufgaben weitergeben

 

Manchmal ist das Fass voll und es geht einfach nicht noch mehr. Dann solltest du nicht verzweifeln oder dir selbst Stress und Druck machen, sondern die Dinge ansprechen und Aufgaben weitergeben, die du nicht bewältigen kannst. Im Gegenzug kannst du auch Aufgaben deiner Kollegen übernehmen, wenn sie in stressigen Situationen stecken und es bei dir ruhiger zugeht.

 

Wer die richtige Handlungsalternative für Arbeitsunterbrechungen wählt, kann seine Leistungsfähigkeit und Gesundheit langfristig erhalten. Auch hier macht die Übung den Meister: Wenn du dein Augenmerk auf das Vermeiden von Unterbrechungen legst, wirst du routinierter damit umgehen können und vermeidest Stress.

Quelle: http://goo.gl/m3QDd6

Newsletter


Verpasst keine interessanten Entwicklungen auf feelgood@work. Unser Newsletter informiert euch über Trends und Tipps rund ums Wohlfühlen im Job und stellt euch Top-Arbeitgeber vor.

Feeds


RSS / Atom

Archiv


2017
2016
2015
2014