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Enterprise 2.0: Kultureller Impact der Digitalisierung

Enterprise 2.0: Kultureller Impact der Digitalisierung

Studie der Hochschule RheinMain und feelgood@work zum Status Quo

Facebook und Whatsapp sind längst ein fester Bestandteil unseres Privatlebens geworden. Aber auch im Job greifen soziale Softwarelösungen immer mehr um sich. Meetings via Skype, gemeinsames Arbeiten über GoogleDocs, Online-Brainstormings und Chatrooms für Teams werden für Arbeitgeber immer normaler. Denn acht von zehn Unternehmen beschäftigen sich aktiv mit dem Thema Enterprise 2.0. Diese Entwicklung und den kulturellen Wandel, den die Digitalisierung bewirkt, hat die aktuelle Studie „Enterprise 2.0 – Status Quo 2015“ untersucht. Durchgeführt wurde sie von Prof. Dr. Thorsten Petry von der Hochschule RheinMain und Florian Schreckenbach im Namen von feelgood@work.

 

Mit dem Begriff Enterprise 2.0 konnte vor fünf Jahren nur jeder Dritte etwas anfangen. Heute verstehen doppelt so viele Menschen das Konzept und dreimal so viele Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema. Und das überwiegend erfolgreich, wie die 213 Teilnehmer der Studie bestätigen.

 

Warum Enterprise 2.0 in Unternehmen eingesetzt wird

 

Hauptsächlich soll die interne Kommunikation und Zusammenarbeit verbessert werden, geben 87% der Befragten an. Jeder Zweite arbeitet bereits mit interaktiven Intranets, nutzt Chats oder auch Teamrooms mit den Kollegen. Auch das interne Wissen soll mit Hilfe von Enterprise 2.0-Lösungen besser organisiert und gespeichert werden. Hier kommen Wikis oder Blogs zu Einsatz, in denen Teams und Abteilungen ihr Know-How sammeln. Über Cloud-Dienste ist es jederzeit und allerorts verfügbar. Und weiter, sagen 44% der Befragten, soll die Produktivität gesteigert werden.

 

Wenn es darum geht, Enterprise 2.0 in der Praxis umzusetzen, haben viele Unternehmen jedoch keine klare Strategie. Lediglich ein Drittel steuert das Thema systematisch oder verfolgt eine eindeutige Strategie. 36% reagieren dann, wenn es die Situation erfordert. Nicht immer sind die Maßnahmen deshalb erfolgreich. Dabei ist gut geplant schon halb gewonnen. Besonders positiv fallen die Unternehmen auf, in denen Enterprise 2.0 in eine übergreifende, klar definierte Digital-Strategie eingebunden ist. Hier bewerten 42% der Mitarbeiter die Maßnahmen als „sehr erfolgreich“ und 55% als „erfolgreich“.

 

Enterprise 2.0 ist mehr als nur Software

 

Deutlich wird auch, dass die Digitalisierung Spuren im Unternehmen hinterlässt. Nicht nur die Arbeitsweisen verändern sich, sondern auch die Kultur. Vier von zehn Befragten bestätigen, dass die Kommunikation offener geworden ist, der Zugriff auf Informationen einfacher und die Kollegen stärker vernetzt sind. Solche Veränderungen erlangen auch neue soziale und kommunikative Kompetenzen von Mitarbeitern und Chefs. Erwartet werden mehr Offenheit, Anpassungsfähigkeit und das Können, auf die Veränderungen passend zu reagieren. Zudem erwartet jeder zweite Teilnehmer neue IT-Kompetenzen von den Mitarbeitern in Enterprise 2.0-Unternehmen.

 

Aber: Ganz so sehr hat sich der Berufsalltag doch nicht verändert, wie die Mitarbeiter ursprünglich gedacht hatten. Speziell bei der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und der Innovationskultur hatten sich die Befragten viel mehr Wandel erhofft.

 

 

Was sich Mitarbeiter wünschen

 

Die Studie zeigt auch, welche Verbesserungen sich Mitarbeiter bei Umgang und Einsatz von Enterprise 2.0 wünschen. Einerseits sollten die Verantwortungsbereiche in andere Hände gelegt werden: Statt der IT-und der Marketing-Abteilung sollte sich vielmehr die Geschäftsführung, die Kommunikationsabteilung oder auch eine ganz eigene, auf Enterprise 2.0 spezialisierte, Unternehmenseinheit um das Thema kümmern. Auch Trainings und Hilfestellung könnten häufiger angeboten werden, um soziale und kommunikative Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern. Denn die werden zwar erwartet, aber in der Praxis kaum geschult.

 

Wichtig ist das vor allem deshalb, weil Enterprise 2.0 kein kurzfristiger Trend ist. Es ist in der Arbeitswelt angekommen. Es wird bleiben. Und es wird seinem Platz auch in Zukunft weiter behaupten.

 

Den Ergebnisbericht zur Studie „Enterprise 2.0 – Status Quo 2015“ kann man über diese Website anfordern.

 

 

 

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