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Erfolg und Zufriedenheit durch eine wissenschaftliche Formel

Erfolg und Zufriedenheit durch eine wissenschaftliche Formel

Fünf kleine Übungen, die dein Gehirn neu vernetzen

Es gibt Menschen, die etwas Besonderes sind: Sie sind kreativer, produktiver, athletischer oder musikalisch begabter als der Durchschnitt. Sie sind erfolgreicher im Beruf und glücklicher im Privatleben. Wie entsteht diese Kreativität und wie erreicht man Dinge, die über dem Normalen liegen? Diese Frage hat der Harvard-Dozent Shawn Achor wissenschaftlich untersucht. Die Antwort liegt in unserer Gehirnfunktion und der Art und Weise, wie wir mit unseren beruflichen Erfolgen umgehen, sagt er. Denn Zufriedenheit und Glück im Leben und im Job sind eine Wahl, die wir selbst treffen.

 

Nicht die Realität formt uns, sondern unser Gehirn, das die Welt wahrnimmt, beschreibt Achor. Wie durch eine Linse nehmen wir die Wirklichkeit auf und verändern sie. Wir stellen uns vor, welche schlimmen Krankheiten es gibt und schon fühlen wir uns schlechter. „Wenn wir diese Linse verändern, können wir auch unsere Zufriedenheit und unsere beruflichen Erfolge verändern“, sagt er. Das Problem dabei sei unsere Einstellung, die Erfolg und Zufriedenheit in eine falsche Relation setze.

 

Seine Zufriedenheits-Studie an der Harvard Universität ergab, dass sich alle Studenten bei Studienbeginn unglaublich glücklich und privilegiert fühlten, an der Eliteuniversität studieren zu dürfen. Jedoch schon zwei Wochen später war dieses Gefühl verflogen. Sie dachten nicht mehr an ihr Privileg, sondern ihr Gehirn fokussierte sich auf den Konkurrenzkampf, das Arbeitspensum, die Mühen und den Stress – und damit primär auf negative Aspekte, die sie unzufrieden werden ließen.

 

„Wir glauben, wenn wir härter arbeiten, werden wir erfolgreicher sein. Und wenn wir erfolgreicher sind, werden wir glücklicher sein“, beschreibt Achor. Das Verhalten und Denken wirke damit in die falsche Richtung: Jedes Mal, wenn unser Gehirn einen Erfolg verzeichnet, verändert es unsere Zielvorstellung davon, was Erfolg für uns bedeutet. Wenn wir unsere Verkaufszahlen erreicht haben, werden sofort neue, höhere Verkaufsziele gesetzt. Wir setzen mit unserer eigenen Erfolgs-Formel die Zufriedenheit immer an die Stelle nach dem Erfolg und erlauben unserem Gehirn damit niemals, die Zufriedenheit tatsächlich zu erreichen. „Wir haben als Gesellschaft die Zufriedenheit über den kognitiven Horizont geschoben“, sagt Achor, „weil wir denken, wir müssen noch erfolgreichen sein, wenn wir glücklich sein wollen.“

 

Die Zahlen zu Erfolg und Arbeitszufriedenheit

 

90% der Zufriedenheit entsteht laut Achor durch die Art und Weise, wie das Gehirn die Welt aufnimmt. Lediglich 10% lassen sich durch die äußeren Umstände vorhersagen. Lediglich 25% des beruflichen Erfolgs lässt sich durch den IQ voraussagen. 75% dagegen werden durch andere Faktoren bestimmt: den Grad des eigenen Optimismus, den sozialen Rückhalt und die persönliche Fähigkeit, Stress als eine Herausforderung und nicht als eine Bedrohung wahrzunehmen. In einem positiven Fluss ist das Gehirn 31% produktiver als in einem negativen, neutralen oder gestressten Modus. Mit positiver Einstellung arbeiten Verkäufer zu 37% besser und Ärzte 19% präziser und schneller.

 

Achor fordert dazu auf, unsere „Erfolgs-Formel“ umzudrehen, und das Gehirn neu zu vernetzen. Zufriedenheit im Jetzt bedeutet für den Geist, dass er erfolgreicher, schneller und intelligenter arbeiten kann. Achor gibt Tipps, wie man das durch einfache Übungen erreichen kann, wenn man sie 21 Tage lang durchhält:

 

  • Sich täglich drei neue Dinge sagen, für die man Dankbar ist. So entstehen neue Muster, bei denen das Gehirn die Welt nicht auf negative, sondern positive Ereignisse scannt.
  • 2 Minuten lang aufschreiben, welche positiven Erlebnisse man in den letzten 24 Stunden hatte. Es erlaubt dem Gehirn, sie noch einmal zu durchleben.
  • 10 Minuten lang Sport treiben. So lernt das Gehirn, dass das eigene Verhalten eine Rolle spielt.
  • Sich in einer 2-Minuten-Meditation auf Aus- und Einatmen konzentrieren, um Stress zu überwinden und den Geist zu fokussieren.
  • Eine gute Tat tun, z. B. dem Team eine Mail schreiben und sich bei ihm für die gute Arbeit bedanken. Damit fühlt sich der Empfänger gut und der soziale Rückhalt wird gestärkt.

 

Den kompletten, sehr unterhaltsamen Vortrag zum Thema gibt es hier:

Quelle: http://goo.gl/DCUq12

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