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Home Office in der Praxis: Ungekämmt und im Pyjama?

Home Office in der Praxis: Ungekämmt und im Pyjama?

Liliana Kriegs von Star Finanz GmbH über Disziplin und Freiheit im Heim-Büro

Im Home Office zu arbeiten klingt für viele wie ein Traum: Es bietet mehr Freiheiten, eine gewohnte Umgebung und die nötige Ruhe für konzentriertes Arbeiten. Die Umstellung vom Teambüro ins Heim-Büro ist allerdings enorm und verlangt viel Disziplin. Was man beim Home Office beachten sollte und welche Tipps es gibt, um nicht den Anschluss an die Kollegen zu verlieren, verrät Liliana Kriegs von Star Finanz GmbH.

 

Früher hat Liliana Kriegs im Hamburger Büro von Star Finanz GmbH gearbeitet. Seit der Elternzeit jedoch ist sie auf eigenen Wunsch im Home Office in Köln und arbeitet im Marketing und Vertrieb. Die Umstellung war für sie groß: „Man muss sich anders organisieren, denn der Arbeitsweg fällt weg, der Arbeitsablauf ist anders und es braucht viel mehr Disziplin, um die Zeiten einzuhalten“, erklärt sie. „Man hat die gewohnte Distanz zwischen Büro und Zuhause nicht mehr.“ Gerade diese mentale Vorbereitung auf die Arbeit, die gewöhnlich im Bus oder Auto auf dem Weg ins Büro passiert, bezeichnet Liliana als den größten Unterschied.

 

Ist es da nicht verlockend, sich einfach aus dem Bett zu rollen und sich im Pyjama an den Rechner zu setzen? Oder sich einfach mal nicht zu kämmen, weil man heute keinen Videochat hat, sondern nur telefoniert? „Die erste Zeit im Home Office war schrecklich“, erzählt Liliana. „Ich habe abends um 10 Uhr noch die Mails gecheckt.“ Heute weiß sie, dass es fürs Home Office viel Disziplin braucht und rät: „Man darf eben nicht noch schnell die Waschmaschine einräumen und die typischen Haushalts-Sachen tun.“ Die Vorbereitung auf die Arbeit, die richtige Kleidung und der Start in den Büro-Tag sind psychologisch sehr wichtig, um produktiv arbeiten zu können.

 

Obwohl Liliana im Home Office ist, arbeitet sie innerhalb eines Teams und muss für die Kollegen erreichbar sein. Für die Organisation bedeutet das, dass sie ihre Arbeitszeiten mitgeteilt hat und die Kollegen auch wissen, über welche Kommunikationskanäle sie wann erreichbar ist. Telefonisch, per Mail oder auch im Videochat. „Wenn wir Meetings haben, bin ich über einen Bildschirm im Konferenzraum präsent“, sagt Liliana. „Ich bin zwar physisch nicht anwesend, aber ich bin trotzdem ein Teil des Ganzen.“

 

„Die Kaffeepause mit den Kollegen fehlt mir auf jeden Fall“, meint Liliana. Gerade die Isolierung fiel ihr am Anfang schwer. Die soziale Komponente im Büro ist immer vorhanden: dass man Montags die Kollegen fragt, was sie am Wochenende gemacht haben, über die neuste TV-Show lacht oder sich über Methoden austauscht. „Ich bin ein sehr sozialer Mensch, ich brauche sehr viele Menschen um mich herum“, sagt Liliana. „Und weil ich persönlich nicht da bin, nutze ich die Technologie, um das Zwischenmenschliche beizubehalten.“ So chattet sie früh ein „Guten Morgen“ nach Hamburg und fragt, wie der gestrige Abend war. Videochats geben zusätzlich das Gefühl von Nähe, auch deshalb, weil man die Reaktionen des Gegenübers sieht. „Im Home Office müssen wir immer drauf achten, dass wir nicht vergessen werden“, sagt sie. „Wir müssen uns beteiligen und die Kommunikation aufrechterhalten. Ich tue das und fühle mich als Teil des Teams.“ Zweimal im Monat fährt sie nach Hamburg, um die Kollegen persönlich zu besuchen und dort zu arbeiten.

 

Damit das Home Office funktioniert, sind also diese Faktoren wichtig:

 

  • Ein diszipliniertes, routiniertes Verhalten: Aufstehen, duschen, sich fürs Büro anziehen

  • Man braucht einen abgetrennten Raum, in den man eintreten und sich selbst sagen kann „Jetzt bin ich im Büro! Und jetzt mache ich dir Türe zu und arbeite.“

  • Wichtig ist, sich Arbeitszeiten festzulegen und ab einer bestimmten Uhrzeit in den Feierabend zu gehen. Das hilft dabei, sich zu organisieren und zu planen, wann Aufgaben fertig sein müssen.

  • Alle Kommunikations-Möglichkeiten nutzen, um Kontakt zu den Kollegen zu suchen und auch das Team dazu einladen, sich kommunikativ zu beteiligen.

 

„Ich arbeite sehr gern im Home Office“, schließt Liliana. „Ich kann meine Arbeitswelt so gestalten, wie ich es brauche. Ich habe den Vorteil, dass ich nicht ins Büro fahren muss und keine Zeit verliere. Ich habe ein kleines Baby und wenn meine Arbeitszeit um ist, bin ich sofort bei meinem Kind.“ Liliana hat die Balance zwischen Büro und Zuhause gemeistert. Und durch diese Trennung fühlt sie sich im Home Office rundum wohl.

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