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„Nein!“-Sagen und wie Du es lernen kannst

„Nein!“-Sagen und wie Du es lernen kannst

Bei Überbelastung im Büro hilft ein klares „Nein“

Dein Team rockt, alle sind motiviert und voll bei der Sache? Wenn du in solch einer Umgebung arbeitest und dir die beruflichen Erfolge auch persönlich wichtig sind, macht das Spaß – und erzeugt auch oft Druck: Man fühlt sich wohl im Job, will mit den Kollegen an einem Strang ziehen und hat dadurch das Gefühl, zu jeder neuen Aufgabe „Ja!“ sagen zu müssen. Für deine Leistungsfähigkeit im Job ist das nicht unbedingt hilfreich. Stattdessen gilt es, gezielt „Nein“ zu sagen, um die eigene Produktivität aufrecht zu erhalten. Das fällt nicht immer leicht, denn „Nein“-Sagen muss man lernen.

 

Es kann eine echte Herausforderung sein, einen Wunsch oder eine Bitte abzulehnen: Wenn der Chef kurz vor Feierabend noch eine neue Idee hat oder ein Kunde eben fix eine Änderung möchte, obwohl man eigentlich eh schon knietief in Arbeit versinkt. Mitarbeiter, die Verantwortung tragen oder übernehmen und auch mehrere Projekte gleichzeitig überschauen können, werden gerne mit neuen Aufgaben betreut. Ebenso wie der freundliche Gut-Mensch, der mit einem Lächeln und Nicken den Anderen einen Gefallen tut. Wir sagt man so schön: Arbeit geht dorthin, wo sie gemacht wird.

 

Auch wenn es sich unangenehm und bedrückend anfühlen mag – manchmal muss man zu Anfragen einfach „Nein“ sagen. Schlichtweg deshalb, um die geplanten Aufgaben und Projekte in gesunder Relation zum eigenen Arbeitspensum zu halten. Denn ein Berg an To-Dos belastet psychisch und emotional. Ein „Nein“ kann damit auch gesundheitsfördernd sein. Hinzu kommt, dass sich eine Überbelastung negativ auf die eigene Arbeitsleistung auswirkt. Es fällt schwerer, sich zu konzentrieren und der „Berg“ erzeugt Druck, der sich auf die Produktivität auswirkt.

 

Wie man „Nein“-Sagen lernt

 

  • Bevor du eine neue Anfrage oder Bitte annimmst, solltest du einen Blick in den Terminkalender werfen. Wenn du siehst, dass du nicht genügend Zeit hast, solltest du das auch klar kommunizieren: Es geht gerade einfach nicht, es ist schon zu viel los.
  • Wenn du ein schlechtes Gewissen bekommst, weil du eine Bitte ablehnst, vergiss nicht: Du musst nicht alles annehmen, was dir jemand übergibt. Das bedeutet nicht, dass du unfreundlich oder unhöflich gegenüber dem Anderen bist. Vielmehr bist du realistisch, was deine Möglichkeiten, Kapazitäten und dein Zeit-Management angeht.
  • Du solltest nicht die Bedürfnisse der Anderen über deine eigenen stellen. Wenn du dich übernimmst und ausfällst, nützt das niemandem etwas – weder dir noch deinem Team.
  • Auch wenn es um freiwillige Dinge geht, solltest du aufpassen: Es mag dir Freunde machen, für den Kollegen einen Kuchen zum Geburtstag zu backen oder dich ehrenamtlich zu engagieren. Aber auch das kann mitunter zuviel werden.
  • Auf halber Strecke treffen: Wenn du eine Sache nicht sofort erledigen kannst, biete der Person an, dass du die Aufgaben in zwei Wochen angehst. Wenn es sich um eine eilige Aufgabe handelt, hast du damit ein „Nein“ geäußert, ohne direkt abzulehnen. Wenn die Aufgabe warten kann und du sie später übernimmst, erzeugt das keinen zusätzlichen Zeitdruck.
  • Aufgaben unterteilen: Du kannst anbieten, dass du einen Teil der Aufgabe sofort erledigst, einen anderen aber erst später. So können Aufgaben ggf. auch unter mehreren Personen aufgeteilt werden.
  • Und wenn es wirklich wichtig ist oder der Boss fragt? Hilfreich ist, die Priorität der Aufgaben zu erfragen. Wichtige Projekte sollten vorgeschoben werden – auch wenn das bedeuten kann, dass damit andere Aufgaben zurückgestellt werden müssen.

 

Selbst wenn es schwer fällt: Manchmal muss man standhaft bleiben. Wenn ein „Nein“ vom Gegenüber nicht akzeptiert wird, solltest du deutlich machen, dass du eben nur eine Sache zu diesem Zeitpunkt wirklich produktiv und effektiv erledigen kannst. Gerade wenn dein Akku eh schon fast leer ist, kann ein „Nein“ dir helfen, gesund zu bleiben und wieder in Fahrt zu kommen.

Quelle: http://goo.gl/xEkwII

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