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San Francisco, Tokyo, Hamburg: So arbeiten internationale Teams

San Francisco, Tokyo, Hamburg: So arbeiten internationale Teams

Wie du die Chancen eines globalen Büros optimal nutzen kannst

Die Arbeitswelt ist global geworden: In vielen Unternehmen arbeiten Kollegen aus Deutschland und Europa, den USA oder Asien gemeinsam im internationalen Team an Projekten. Das hat Einfluss auf die Arbeitsweise, denn die kulturellen und sprachlichen Unterschiede müssen berücksichtigt werden. Wir stellen dir vor, wie Arbeitgeber mit internationalen Kollegen arbeiten, warum das viel Spaß macht und welche Chancen es bietet.

 

Mit der eigenen Geschäftsidee die Welt erobern, das wünscht sich WunderCar Mobility Solutions. Klar, dass dazu auch ein internationales Team gehört. Selbst wenn es bisher noch keine weltweiten Zweigstellen gibt, geht es im Hamburger Büro kulturell bereits bunt her. „Wir haben Kollegen aus den USA, aus Kolumbien, aus Tschechien und Portugal“, sagt Katrin von WunderCar Mobility. „Je internationaler wir werden, desto internationaler wird auch unser Team.“ Weil nicht alle Mitarbeiter Deutsch sprechen, findet viel Kommunikation auf Englisch statt. „Team-Meetings oder Mails, die an alle gehen, sind auf Englisch“, so Katrin weiter. „Alles, was in kleineren Teams besprochen wird, läuft noch auf Deutsch.“

 

Auch in anderen Unternehmen mit internationalen Kollegen ist die Firmensprache Englisch. „Wir haben einen Kollegen aus Amsterdam“, so Tobias von Abusix aus Karlsruhe, „deshalb sind alle Dokumentationen, Vorbereitungen und E-Mails auf englisch.“ Alle im Team beherrschen die Sprache, Probleme gibt es keine.

 

Bei Webgears in Berlin ist der Chef selbst sogar Australier. Auch eine Irin, zwei Amerikaner und ein weiterer „Aussie“ arbeiten im achtköpfigen Team. „Eigentlich sitzt der Großteil unserer Firma in Götzis in Österreich“, sagt Daniel von Webgears. Weil die Situation insgesamt noch sehr neu ist, trifft sich das Team in Österreich, um sich auszutauschen. „Da wird dann auch Englisch gesprochen, aber es geht primär darum, dass wir uns besser kennen lernen und enger zusammenwachsen.“

 

Auch bei Visual Meta / Ladenzeile / ShopAlike ist die Firmensprache Englisch bei allen Mails, den wöchentlichen Meetings und auch bei Team Events. Internationale Kollegen sind längst ein fester Bestandteil im Arbeitsalltag, denn in den 17 Abteilungen des Berliner Unternehmens arbeiten viele Nationen unter einem Dach. „Wir rekrutieren aus allen Ländern“, sagt Jeannine von Visual Meta. Bewerbungsgespräche über Skype nach Indien oder Kanada können da schon mal vorkommen. „Gearbeitet wird dann aber hier vor Ort in Deutschland. Wir helfen den Neuen auch bei der Visa-Erstellung.“

 

Fremdes Land, fremde Arbeitswelt, fremde Kultur. Für die internationalen Kollegen bedeutet das eine enorme Umstellung, von den täglichen Essenszeiten, dem Führungsstil bis hin zum Umgang mit den Kollegen am Kaffee-Automat. Wenn Du selbst mit Kollegen aus aller Welt zusammen arbeitest, solltest Du deshalb diese Punkte beachten:

 

  • Geduld, Zeit und Aufmerksamkeit: Gerade in der Anfangszeit solltet ihr im Team gemeinsam etwas unternehmen, euch kennen lernen und gemeinsame Erlebnisse teilen. „Bei uns kann man Abends kostenlos ein Feierabendbier trinken“, sagt Jeannine von Visual Meta. „So fühlen sich die Neuen nicht so alleine und bekommen besser Anschluss an das Team.“

  • Internkulturelle Kompetenz: Versuche, die Perspektiven und Handlungsweisen des Anderen kennen zu lernen und zu verstehen. Dabei solltest du die kulturellen Unterschiede im Hinterkopf behalten. Kommt es zu Missverständnissen oder ärgerst du dich gar, mache geistig einen Schritt zurück und versuche, das Problem objektiv und vor einem interkulturellen Hintergrund zu sehen. Dein mexikanischer Kollege kommt zu jedem Meeting zu spät und du denkst genervt: „Ist ihm das nicht wichtig? So ein unhöflicher Mensch, dass er uns alle warten lässt!“ Der Grund liegt aber gar nicht in seinem Charakter, sondern im kulturellen Unterschied: In seinem Land ist es ganz normal, bei Einladungen später zu erscheinen. Vielleicht ist ihm nicht bewusst, dass man in Deutschland pünktlich kommt. Derartige Situationen gibt es viele und hier ist deine interkulturelle Kompetenz gefragt, die Unterschiede aufzudecken.

  • Viel kommunizieren: Austausch ist wichtig, über berufliche wie auch private Themen. Das gibt den internationalen Kollegen die Möglichkeit, die deutsche Kultur kennen zu lernen und sich besser zu integrieren. Ein gutes Sprachniveau der Mitarbeiter ist hier natürlich essentiell. „Wenn wir jetzt zukünftig neue, deutsche Mitarbeiter einstellen, die in Englisch nicht so fit sind, werden wir auch Sprachkurse anbieten“, sagt Tobias von Abusix. "Wenn man viel mit den Kollegen zu tun hat, ist es wichtig, dass man sich verständigen kann."  Und weil es auch bei guten Sprachkenntnissen zu Missverständnissen kommen kann, solltest du deine Erklärungen und Definitionen paraphrasieren oder nach einem wichtigen Projektgespräch alles noch einmal als Mail zusammenfassen und den Teamkollegen schicken. Das fördert nicht nur das Verständnis, sondern auch die Teamkultur.

  • Zusammen finden: Klärt, was ihr von eurer Arbeit erwartet und wo ihr Bedenken habt. Welche Rollen spielt der Einzelne im Team, welches Know-How bringt er mit und welche sozialen Kompetenzen sind besonders stark? Wie möchte jeder Einzelne arbeiten, sich absprechen oder sich beteiligen? Wenn ihr das klärt, könnt ihr einen gemeinsamen Nenner finden und die Potentiale eures Teams voll ausschöpfen.

  • Voneinander Lernen: Deine internationalen Kollegen haben sicher ganz spannende Erfahrungen oder Arbeitsweisen, die du vielleicht auch in deinem Team einmal ausprobieren kannst. Wie würde man in Argentinien dieses Problem lösen? Gibt es in Dubai auch To-Do-Listen? Hier kannst du viel lernen und hast die Chance, neuen Schwung in den Arbeitsalltag zu bringen.

  • Gemeinsam Spaß haben: Ein Lachen versteht jeder. Spaß im Büro ist deshalb auch im internationalen Team sehr wichtig. Ihr könnt zum Beispiel eure eigene Kicker-Weltmeisterschaft spielen, ein gemeinsames, internationales Essen organisieren oder zum Badminton gehen.

 

Perfekt ist es, wenn man dann noch mit der Firma ins Ausland reisen darf. „Alle vier bis sechs Wochen fliege ich in die USA nach San Francisco, Silicon Valley, und suche dort nach neuen Kontakten und Kollegen“, erzählt Tobias von Abusix. Dass es eines Tages auch Austauschprogramme für Mitarbeiter gibt, kann er sich gut vorstellen.

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