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[Video-Interview] Warum die Einführung von New Work auch zu Widerständen bei Mitarbeitern führt. Aus dem Leben der Hamburger Agentur MINISTRY.

[Video-Interview] Warum die Einführung von New Work auch zu Widerständen bei Mitarbeitern führt. Aus dem Leben der Hamburger Agentur MINISTRY.

Interview Nr. 3. Wir befragen in dieser Video-Interview-Serie den Co-Geschäftsführer der Hamburger Agentur-Gruppe MINISTRY Group, Andreas Ollmann, zu neuen Formen der Unternehmensführung und Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern. Oder wie man heute im digitalen Zeitalter sagt: New Work.


Das Transkript kann aus Stil- und Klarheitsgründen von der Video-Version abweichen.


Das zweite und vorherige Interview mit Andreas Ollmann ist hier zu finden: Wie sieht New Work im Unternehmensalltag aus? Eine Handvoll konkrete Beispiele der Hamburger Agentur MINISTRY.


feelgood@work: Mit welchem Zuspruch oder welchen Widerständen hattet ihr durch die Einführung von New Work bisher zu tun, zum Beispiel von Mitarbeitern oder Kunden?


Hm… Widerstand und Zuspruch. Klar, das gab und gibt es beides.

Es gab zum Beispiel  - gerade zu Anfang - intern relativ viel Widerstand. Sozusagen. Uns wurde z.B. vorgeworfen, wir interessierten uns nicht mehr für unsere Mitarbeiter, weil wir uns ja nicht in alles einmischten. Da wurde von mangelnder Wertschätzung gesprochen.


Stimmte natürlich gar nicht, wir haben jeden einzelnen unserer Kollegen eingestellt, weil wir sie toll und passend fanden. Wir geben ihnen sehr viel Vertrauen - wieso sollten wir sie also nicht wertschätzen?


Aber das war halt trotzdem dieses Gefühl, das aufkam. Verständlich, denn wir haben ja relativ Knall auf Fall sehr viel Raum gelassen. Das hat schon hier und da sicherlich für ein Gefühl der Leere gesorgt.

Als eine Form von Widerstand würde ich auch sehen, dass nach einigen Monaten einige Mitarbeiter gegangen sind.


Das ist aber in Ordnung, denn man soll nur in Unternehmen arbeiten, in denen man sich wohl fühlt. Wir wissen, dass unser Konzept nicht für jede und jeden etwas ist.


Manche brauchen eine starke Ordnung, klare Guidelines und straffe Hierarchien. Das macht ja auch manches leichter: man muss weniger denken und hat weniger eigene Verantwortung. Wie gesagt: Verantwortung macht Arbeit und Freiheit macht manchmal auch unsicher. Für wen das nichts ist, für den ist das hier definitiv nicht der richtige Arbeitsplatz.

Zuspruch dagegen haben wir von den vielen, vielen Bewerberinnen und Bewerbern bekommen. Wir waren ja von Anfang an sehr transparent mit dem, was wir vorhaben und woran wir glauben. Sowohl intern als auch extern. Das führte dazu, dass sich eine Menge sehr guter Leute bei uns beworben haben, die genau wegen unserer Kultur zur MINISTRY Group wollten.
 

Und Reaktionen von Kunden? Ich weiß gar nicht, ob allen unseren Kunden diese Struktur und Kultur bewusst ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es ihnen auch egal ist. Wichtig ist einem Kunden die Qualität des Produktes. Ich denke, die stimmt bei uns. Zumindest haben wir viele Kunden schon sehr lange. Und unsere Werte haben wir ja auch schon lange, nicht erst seit zwei oder drei Jahren. Da könnte es also einen Zusammenhang geben...
 

Wir haben aber auch einige neue Kunden bekommen, die eigentlich etwas anderes von uns wollten als die Kernprodukte einer Agenturgruppe: Die hatten z.B. in der brandeins über uns gelesen oder uns auf einer Konferenz sprechen gehört. Und die wollten dann von uns erfahren, wie das geht. Darunter waren andere Agenturen, große Forschungseinrichtungen, aber auch einige der größten Konzerne Deutschlands. Das ist schon schön.
 

Nicht zuletzt haben diese Nachfragen ja auch dazu geführt, dass wir die New Work Future Konferenz veranstalten.
 

Insofern: aus meiner Sicht überwiegt der Zuspruch den Widerstand. Bei weitem.

Video


Überblick Interview-Serie:

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Bildquelle: feelgood@work.

Videoquelle: Andreas Ollmann.

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