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Warum Lärm im Büro Deine Gesundheit belastet

Warum Lärm im Büro Deine Gesundheit belastet

Schon kleine Änderungen können die Geräuschkulisse reduzieren

Papier raschelt, der Drucker surrt, der Kollege telefoniert mal wieder verdammt laut und aus der Küche hört man ein lautes Lachen und Geschirrgeklapper: Lärm im Büro kann ganz schön an den Nerven zerren. Wenn der Geräuschpegel zu laut wird, fällt es schwer, sich aufs Arbeiten zu konzentrieren und produktiv zu sein. Oft wird der Einfluss des Lärms unterschätzt. Der Radau stört nicht nur beim Arbeiten, sondern schlägt auch auf die Leistungsbereitschaft und erzeugt Stress. Ein hoher Lärmpegel ist damit schlecht für deine Gesundheit.

 

Wenn Unternehmen in einem flexiblen, modernen Umfeld arbeiten, bedeutet das oft auch, dass es wenig Barrieren gibt. Für die Arbeitskultur kann das flache Hierarchien und freundschaftliches Miteinander bedeuten und für das Arbeitsumfeld offene, großzügige Räumlichkeiten, in denen das Team gemeinsam arbeitet. So teilt man Ideen und Kreativität, aber eben auch Lärm. Deshalb muss der Arbeitgeber auch im Büro die Akustik beachten und planen.

 

Dabei geht es nicht darum, den Schalldruckpegel zu senken, sondern die Schallstruktur so zu verändern, dass weniger Stress und Konzentrationsstörungen entstehen. Aber wer macht eigentlich so viel Krach? Primär sind es sprechende Personen und klingelnde Telefone, dann Geräusche von PC-Laufwerken, Lüftern und Tastaturen und natürlich die Bürogeräte wie Drucker, Scanner oder Kopierer. Dazu kommen Geräusche von Außen, etwa durch den Straßenverkehr, und Geräusche im Gebäude, wie Aufzüge oder Klimaanlagen. Wenn ihr einen leiseren Arbeitsplatz haben wollt, solltet ihr zunächst die Lärmquellen identifizieren.

 

Es gibt Richtwerte, die ein leises Büro beschreiben. Liegt der Geräuschpegel im Hintergrund zwischen 20 und 30 dB(A), ist das ein optimales Arbeitsumfeld. Noch zwischen 40 bis 45 dB(A) wird ein Arbeitsplatz als „gut“ bezeichnet. Ein konkretes Beispiel: Eine telefonierende Person erzeugt 55 bis 70 dB(A). Das ist eigentlich laut der Arbeitsstättenverordnung schon zu hoch. Optimal ist es dann, wenn dein Kollege im angrenzenden Büro spricht, du aber die Worte nicht mehr verstehen kannst.

 

Warum ist ein leiser Arbeitsplatz so wichtig? Einerseits lenkt dich Lärm ab und stört deine Konzentration. Darunter leidet auch dein Kurzzeitgedächtnis, denn das Gehirn versucht, all die Geräusche, Gesprächsfetzen und Töne im Hintergrund zu entschlüsseln. Bürolärm macht müde, das Weghören strengt an und erzeugt zudem Stress. Das lässt den Blutdruck ansteigen und das Herz schneller schlagen. Mitunter kann das zu Aggressionen führen.

 

Was also tun, um Lärm im Büro zu reduzieren?

 

Bürogeräte: Auch im Leerlauf machen Bürogeräte Geräusche. Warum also nicht einfach ausschalten, wenn man sie nicht braucht? Außerdem kann man Drucker, Scanner und Aktenvernichter in einem anderen Raum abstellen. Dann stört es auch nicht, wenn der Kollege 200 Seiten kopiert. Beim Kauf neuer Geräte kann man darauf achten, dass sie „geräuscharm“ sind.

 

Mehr Raum lassen: In Teambüros sollte es zwischen den Arbeitsplätzen genügend Abstand geben.

 

Die Einrichtung anpassen: Auch eine lärmgerechte Abschirmung wie Raumteiler oder Abschirmwände können Wunder wirken. Ein Teppich erhöht die Schalldämpfung im Raum, verhindert Hall und verringert Tritt-Geräusche.

 

Jeder kann seinen Teil beitragen: Du kannst dein Handy einfach lautlos oder auf Vibration stellen und deinem lauten Kollegen vorschlagen, dass er vielleicht einmal mit Headset telefoniert. Das führt meist dazu, dass Leute leiser sprechen.

 

Vor allen Dingen solltest du mit deinem Arbeitgeber sprechen, wenn dich der Bürolärm stresst. Gemeinsam könnt ihr eine Lösung finden. Vielleicht baut ihr dann bald gemeinsam das Büro um. Oder du darfst ein paar Tage im Home Office arbeiten. Einige Arbeitgeber haben z. B. Erholungsräume eingerichtet, um richtig zu entspannen. So bleibst du leistungsfähig und gesund.

Quelle: http://goo.gl/x6a4yf

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